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Das Holz – Freigeist mit viel Power und wenig Sitzfleisch

Letzte Woche haben wir den TCM-Kreise der Elemente kennen gelernt. Wir wissen bereits, dass sich Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser nicht nur im Jahreskreislauf abwechseln sondern auch bei jedem Menschen in seinem Körperbau und im Charakter sichtbar sind. Heute stelle ich dir das Element Holz vor. Holz entspricht der Jahreszeit Frühling und damit dem kleinen Yang. Die wichtigsten Schlagworte sind Wachstum und Freiraum.

 

Kantig und zäh

Wenn bei dir das Holz besonders ausgeprägt ist, dann kann man das an einigen Merkmalen schön erkennen. Holztypen sind meistens nicht besonders groß. Sie besitzen einen eher kantigen Körper mit breiten Schultern und eher eckigen Konturen. Besonders holzige Typen haben meist gut definierte Muskeln bei eher wenig Masse, sie sind oft „sehnig“.

Woran du Holztypen auch gut erkennen kannst? Sie haben oft ein markantes, eckiges Kinn, vielfach mit einer steilen Stirnfalte zwischen den starken Augenbrauen. Holztypen haben auch fast immer große Hände und Füße.

 

Immer auf der Suche nach Herausforderung

Holztypen haben einen starken Charakter. Sie sind sehr oft fanatische Sportler mit einem eisernen Siegeswillen. So finden sich beispielsweise unter Alpinisten, Abenteurern und Extremsportlern überdurchschnittlich viele Holztypen. Überall, wo es weiter, höher, schneller sein muss, ist der Holztyp also ganz vorn und mit viel Ehrgeiz mit dabei.

Passend dazu ist er unheimlich freiheitsliebend. Holz muss wachsen. Wenn ein Baum in einer dunklen Kiste eingesperrt wird, verkümmert er. Genauso geht es dem Holztypen, wenn er tagein tagaus in einem öden Bürojob auf seinen vier Buchstaben sitzen muss. Denn Sitzfleisch hat er gar keines. Viel lieber ist er in der Natur unterwegs und erobert die nächste Wildnis, erlegt nebenbei den wilden Bären und macht anschließend noch schnell einen kleinen Dauerlauf zur Entspannung.

Holztypen begegnen uns aber natürlich auch im ganz alltäglichen Leben. In Unternehmen und Organisationen verfolgen sie ehrgeizig ihre Ziele. Sie setzen dabei auch gern ihre Ellbogen ein und sind nicht immer besonders rücksichtsvoll. Aus diesem Grund findet man sie überdurchschnittlich oft in Managerpositionen und hohen politischen Ämtern.

 

Die Schwachstellen des Holzes

Durch ihre Konstitution haben ausgeprägte Holztypen meist viel Power. Wenn sie ihre Holznatur mit viel Freiraum leben und immer in Bewegung bleiben, haben sie geschmeidige, robuste und meist sehr kraftvolle Körper. Wie eine Pflanze entwickeln sie sich ständig weiter. Sie frieren kaum und können fast alles essen, ohne, dass sie Probleme bekommen.

Wird das Holz jedoch geistig oder körperlich eingeschränkt, wie beispielsweise durch sitzende Jobs, zu viele Vorschriften, schlechte Ernährung oder familiäre Zwänge, beginnt es zu stagnieren. Es wird körperlich und geistig starr und unbeweglich. Holztypen bekommen dann nach und nach steife oder schmerzende Gelenke, Verspannungen, Bluthochdruck oder Probleme mit der Leber/Galle. Es folgen Verdauungsprobleme und Menstruationsbeschwerden. Mental entwickeln sie unterdrückte Aggressionen, Jähzorn oder Depressionen

 

Was das Holz braucht

Wenn du also viel Holz hast, dann achte gut auf deinen persönlichen Freiraum, ausreichend Bewegung und gute Ernährung. Holz muss schwitzen und sich verausgaben können. Setz dir hohe Ziele und überlege dir einen Weg, wie du sie erreichen kannst. Such dir etwas, mit dem du dich ausdrücken kannst. Das muss nicht immer nur Sport sein, auch Theater Spielen, Malen oder andere künstlerische Tätigkeiten lassen das Holz über sich hinaus wachsen. Stell dich also verschiedenen Herausforderungen und entdecke, was dir Spaß macht. Und vergiss dabei nicht, dass nicht alles im Leben ein Wettkampf sein muss, dann klappts auch im Umgang mit den anderen Elementen ;).

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