Entspannungsuebungen

Entspannung über den Körper

Wie unser Körper uns ganz von selbst beim Entspannen unterstützt, wenn wir richtig mit ihm kommunizieren. Mit Übungen zum Ausprobieren.

Mach deinen Körper zu deinem Verbündeten

Wenn wir an Entspannung denken, dann hoffen wir oft, endlich unseren Geist zur Ruhe zu bringen. Einmal nichts zu denken, das wär‘s und dann wird sich alles andere auch entspannen, oder? Leider ist es für uns westliche Menschen oft schwierig, ins „nicht Denken“ zu kommen, weil wir dafür viel zu viel Denken. Es gibt aber eine andere, viel einfachere Möglichkeit zur Ruhe zu kommen – und zwar über unseren Körper. Unser Körper hilft uns sogar gerne beim Entspannen. Dafür müssen wir nur lernen, so mit ihm zu kommunizieren, dass er uns auch versteht. Wie das funktioniert?

Übung 1 – Bildsprache für den Körper

Dein Körper versteht dich dann, wenn du in gedanklichen Bildern mit ihm sprichst. Ich gebe dir ein kleines Beispiel dafür:
Stell dir vor deinem inneren Auge vor, dass dein Brustraum ganz leer ist. Ein leerer Raum in den dein Atem hinein- und hinausfließt, ganz so wie er möchte. Nimm ein paar Atemzüge, lass sie kommen und gehen. Dein Brustraum ist eine leere runde Kugel. Und jetzt stell dir vor, dass in der Mitte dieser leeren Kugel eine Blütenknospe schwebt. Eine große, wundervolle, rote Blütenknospe. Und dann lass diese Blütenknospe langsam aufgehen. Die Blütenknospe erblüht, die Blütenblätter öffnen sich in deinen leeren Brustraum. Lass die Blüte in deinem Brustraum schweben und atme sanft rund um deine Blüte.

Entspannung setzt ganz von selbst ein

Wenn du diese kleine Übung machst, wirst du merken, dass dein Körper sehr unmittelbar auf diese Bilder reagiert. Vielleicht atmest du bewusster, vielleicht weitet sich dein Brustraum und du merkst, dass du viel zu lange schon flach geatmet hast. Vielleicht spürst du auch Freude, wenn du an die Blüte denkst. Schon nach zwei Minuten mit dieser Übung fühlst du, wie dein Nervensystem reagiert, wie du ruhiger wirst, zentrierter. Dein Zwerchfell löst zu große Anspannung und dein Atem wird ruhig – Entspannung setzt ein. Aber warum sind wir eigentlich überhaupt angespannt?

Mehrdimensional spüren

Wir Menschen sind mehrdimensionale Wesen, die sich natürlicherweise im dreidimensionalen Raum bewegen und als vierte Dimension auch noch ihre Sinnesorgane nutzen. So spazierst du beispielsweise über eine geneigte Wiese, erblickst eine Blume, bückst dich, pflückst eine Blume, riechst daran, hörst einen Vogel singen, machst einen Luftsprung, und so weiter. Dabei bewegst du dich in alle Richtungen und nimmst zusätzlich über deine Sinnesorgane wahr. Dein Körper kann sich ständig ausgleichen, Aktion wechselt sich ab mit Ruhephasen.

Deinen Raum zurückerobern

In der westlichen Zivilisation schaut der Alltag leider oft anders aus: Vielleicht sitzt du in der Arbeit zu viel, starrst stundenlang auf einen zweidimensionalen Bildschirm und stehst am danach noch mit dem Auto im Stau, bevor du nach einem geschmacklosen Fertigmenü todmüde ins Bett fällst. Auf diese Weise fehlt deinem Körper nicht nur Bewegung in alle Richtungen, sondern oft sind auch die Augen überreizt, während wir andere Sinne kaum noch einsetzen, wenn wir über die glatte Oberfläche unseres Handys streichen und das meiste virtuell erledigen. Unser Körper bleibt dabei auf der Strecke und kommuniziert das durch Stress, Verspannungen und Erschöpfung. Um zu entspannen, tut es gut, wenn wir unseren Körper wieder in allen seinen Dimensionen wahrnehmen und bewegen. Das erreichen wir bei „Entspannung über den Körper“ durch eine Verbindung von Bildern und mehrdimensionale Bewegung. Ein Beispiel gefällig?

Übung 2 Rücken-Seepferdchen-Entspannung

Den Atem nutzen

Es geht also darum, den Körper wieder bewusster wahrzunehmen und in einen Dialog zu treten. Ein großer Verbündeter dabei ist unser Atem. Praktischerweise ist er immer da, und wir müssen ihn nur bewusster einsetzen. Probier es aus:

Übung 3 Aufmerksamkeit folgt Atem

Lenke deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem. Beobachte, wo du im Körper einatmest und wo er wieder hinausströmt. Vielleicht hast du das Gefühl, dein Atem entsteht mitten in dir. Oder vielleicht fließt er durch deine Nase ein und geht dann in den Brustkorb? Vielleicht spürst du den Atem aber auch im Bauch pulsieren. Jedes Bild ist ok. Und jetzt stell dir vor, dass du über deinen Scheitel einatmest. Lass den Atem an deinem Scheitel, oben an deinem Kopf hineinströmen und dann nach unten in deinen Bauch fließen. Atme an deinem Scheitel ein und der Atem fließt in einen Bauch. Ganz von selbst strömt der Atem von oben nach unten in deinen Bauch.Hast du es bemerkt? Der Atem hilft er uns, ganz bei uns zu sein, uns besser zu spüren und mehr Raum zu schaffen. Außerdem grenzt uns der Atem nach außen ab. Während du jetzt deinen Atem beobachtet hast, warst du ganz in dir und hast dabei unbewusst entspannt. Das kannst du auch nutzen, um bestimmte Körperregionen besser zu spüren, indem du den Atem genau dort hinlenkst.

Mehr Übungen für dich

Wenn dir meine Übungen gefallen haben und du jetzt mehr „Entspannung über den Körper“ ausprobieren möchtest, dann findest du viele Videos und Audios mit Entspannungsübungen und Meditationen hier:
www.spuer-dich.at/entspannungsuebungen
Oder du machst dir einen Termin mit mir aus, lässt dich einfach verwöhnen und kommst zum Shiatsu.

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